Flugmarathon - Ankunft in Tokio
Nach nun beinahe zwei Tagen Dauerreise bin ich gut in Tokio angekommen. Zuerst 11 Stunden Flugzeit von Greenville über Atlanta nach Fankfurt, von dort aus dann weiter nach Tokio, noch einmal 11,5 Stunden Flugzeit. Von Hotel in Simposonville bis hier zu meinem Hotel in Tokio waren es doch ganze 17.000 km. Unglaublich, die Strecke die ich mit dem Auto sonst in einem Jahr zurücklege in gerade mal 2 Tagen - aber so habe ich mich nach meiner Ankunft in Tokio auch gefühlt.
Mein Hinflug nach Japan war ganz gut, habe neben zwei Japanern gesessen. Die beiden waren wirklich sehr nett, einer war Entwickler bei Mitsubishi und gerade auf dem Heimweg von Böblingen kommend. Der andere Nebensitzer, Herr Saito war Professor für Kunstgeschichte an der Hochschule Yokohama. Herr Saito sprach recht gut deutsch und ist schon mehrfach in Deutschland gewesen. Sogar am Ulmer Münster und im Fischerviertel war er schon, so klein ist die Welt! Er hat sich sehr um mich gekümmert, mir Ausflugs-Tips,
Wegbeschreibung zum Hotel und eine Menge guter Ratschläge zum Reisen in Japan mit auf den Weg gegeben. Mit seiner Hilfe habe ich dann die Fahrkarte gekauft und sind zusammen mit dem Narita Express zum Hauptbahnhof von Tokio gefahren. Er hat mir auch noch gleich seine Telefonnummer gegeben, falls ich irgendwelche Probleme hätte. Ich muss schon sagen, wirklich sehr nett, ob so etwas in Europa auch passieren würde?!
Ein paar Reihen hinter uns saßen die Mädels von der deutschen Jugend Judo National Mannschaft, die auf dem Weg zu einem Turnier waren.
In der Reihe zur Einwanderungsbehörde stand ein schwarzer Amerikaner vor mir, der sich überschwänglich über die First-Class-Plätze im Flugzeug ausliess. Dachte noch, dass ich das Gesicht schon mal irgendwo gesehen habe. Es hat sich dann schnell heraus gestellt, dass es sich um die Jazz Legende Herbie Hancock handelt, der gerade ebenfalls auf dem Weg nach Tokio war. Hier noch ein Link zum aktuellen Album Possibilities (Achtung: ist ein Film, DSL oder noch ne schnelle Leitung solltet ihr schon haben).
Am Tokio Hauptbahnhof angekommen, habe ich dann nach meiner Anschlussbahn gesucht. Es gibt in Tokio eine Menge unterschiedlicher Linien, die zu allem Überfluss dann auch noch von unterschiedlichen Anbietern befahren werden. Der Plan der Metro ist so überladen, dass man ne ganze Weile braucht, bis man sich zurecht findet. Da an vielen Schaltern nicht einmal Englisch gesprochen wird, ist es nicht immer einfach den richtigen Zug zu finden. Ich war froh als ich mein Hotel erreicht hatte.
1 Kommentar:
Klingt alles sehr interessant Thomas. Take es much pics as you can :-)
Jenz
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